Gemenon
Aus Battlestar Rycon Wiki
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| Daten | |
| Name | Gemenon |
| Typ | bewohnbar |
| Fraktion | Kolonial |
| Besonderheiten | religiös geprägte Kolonie |
Gemenon wurde nach Tauron und Caprica als dritte Kolonie besiedelt. Die ersten Ankömmlinge waren Priester, Orakel und andere, die die Heiligen Schriften studiert hatten. Weitere religiös veranlagte Menschen folgten und errichteten unzählige Schreine und Tempel.
Gemenon wurde zu einer religiösen Pilgerstätte, an der sich die Besucher einfanden, um den kalten und stürmischen Bergen dieses steinigen Mondes zu trotzden um die Tempel und Klöster im Original zu sehen, die von den ersten Kolonisten erbaut worden waren. Zahlreiche Naturwunder wurden ebenfalls verehrt, so zum Beispiel die "Gesichter der Götter", die vom Wind in das Gebirge geschliffen wurden und den Göttern ähneln sollen. In religiösen Kreisen war man sich sicher, dass Reisen zu diesen Orten die Seele erwecken und erneuern würden.
Bis zum Fall der Zwölf Kolonien lebten zwei Sekten in gegenseitiger Toleranz auf Gemenon. Die Fundamentalisten glaubten, dass jedes Wort der Heiligen Schrift im wörtlichen Sinne zu verstehen sei, selbst die völlig wirren Passagen. Die Götter konnten in ihren Augen heilen und sandten ihren ergebensten Anhängern regelmäßig Visionen. Der Kreislauf der Zeit würde sich, so die Fundamentalisten, immer wieder wiederholen. Ebenso waren sie von der Existenz des Dreizehnten Stammes und der Erde überzeugt. Die Fundamentalisten wurden von vielen als Verrückte, Fanatiker oder Schlimmeres betrachtete. Sie sahen Kinder als Eigentum der Götter an und hatten daher für Schwangerschaftsabbrüche, Kindesmissbrauch und jedes erzieherische Versagen die Todesstrafe verhängt.
Die zweite religiöse Gruppierung bestand aus orthodoxen Gläubigen. Sie waren weitaus weniger urteilend und nutzten ihre Mittel, um das "Koloniale Kreuz" zu gründen, eine humanitäre Organisation, die auf allen Kolonien aktiv war. Sie leiteten darüber hinaus das "Kobol College", Schulen, die sich der Philosophie, Psychologie, Medizin, Verwaltung, ziviler Technik und Öffentlichkeistarbeit widmeten. Ihre Bemühungen wurden mit einer bedeutenden Anhängerschaft und großem politischen Einfluss belohnt.
Gemenon war die reinste der Kolonien, was nicht nur dem Bestreben der Bewohner, sondern auch den Rahmenbedingungen geschuldet war. Gemenon hatte nur wenig anzubieten, außer Religion, und diese wurde freiwillig mit Anderen geteilt. Das wenige Geld, das nach Gemenon floss, stammte aus kaum nennenswerten Holzfällarbeiten, Metallminen und dem Abschöpfen von Gaswolken vom nahegelegen Gasriesen Hera.

