Paul Dunbar
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| Paul Dunbar | |
| Biografische Informationen | |
| Herkunft | Leonis |
| Alter | 30 |
| Eltern | Ian Dunbar und Lynda Stover, Samuel Stover (Stiefvater) |
| Familienstand | vergeben |
| Ehegatte(n) | feste Partnerschaft mit Harry Wingate |
| Physische Beschreibung | |
| Geschlecht | männlich |
| Größe | 1,81 m |
| Gewicht | 84 kg |
| Haarfarbe | dunkelblond |
| Augenfarbe | blau |
| Politische Informationen | |
| Zugehörigkeit | Koloniales Marine Corps |
| Dienstnummer | 748091 |
| Stationierung | schwerer Kreuzer Xantos |
| Posten | stellvertretender Kompanieführer |
| Rang | First Lieutenant |
Paul Dunbar wurde als einziges Kind seiner Eltern Ian und Lynda Dunbar in Sardis City auf Leonis geboren. Sein Vater war ein einfacher Monteur in der Industrie und seine Mutter Beamtin im niederen Dienst der Stadtverwaltung. Trotz der einfachen Verhältnisse hatte Paul eine schöne Kindheit mit seinen leiblichen Eltern, die ihn bedingungslos liebten. Ein schwerer Schicksalsschlag traf die kleine Familie, als Ian Dunbar während eines Arbeitsunfalls in der Fabrik ums Leben kam. Ein gerichtliches Verfahren stellte die Schuld des Unternehmens wegen mangelnder Sicherheitsvorkehrungen fest und verurteilte es dazu, die Familie finanziell zu unterstützen. Dies war nur ein geringer Trost, doch er ermöglichte Paul ein Stipendium an der privaten und elitären DuGrey High School.
Als einer der wenigen auf der Privatschule, der nicht einer reichen und einflußreichen Familie entstammte, war Paul ein ständiger Außenseiter, obwohl seine Leistungen im schulischen Bereich meist überdurchschnittlich waren. Seine einzige Freundschaft in der Schule unterhielt er zu Harry Wingate. Dieser war zwar ein Sprößling einer bekannten und einflußreichen Familie doch fast ebenso wie Paul ein Außenseiter. Harrys Stellung am Rande der Schülerschaft beruhte daher nicht wie bei Paul auf dem falschen sozialen Hintergrund, sondern auf seiner Einstellung gegenüber dem Snobismus seiner Mitschüler, die er für ihre Arroganz und Überheblichkeit verachtete. Komplizierter wurde die Lage, als die Beiden mehr zu verbinden begann, als Freundschaft. Nach und nach wagten Beide sich ihre gegenseitige Liebe zu gestehen und wurden ab diesem Zeitpunkt ein festes Paar. Dies führte jedoch dazu, dass die führenden Snobs in der Schülerschaft ihre Abneigung gegen Paul und Harry noch verstärkten. In einer Eskalation kam es zu einem offenen Kampf in dem ein Mitschüler mit einem Messer auf Paul losging, dabei jedoch Harry verletzte, der seinen Freund schützen wollte. Die Schulleitung nutzte diesen Vorfall um den unliebsamen Underdog aus der Arbeiterschaft zu suspendieren, während alle anderen Beteiligten lediglich eine Verwarnung erhielten, die nach kurzer Zeit wieder aus den Schülerakten gelöscht wurde.
Privat hatte sich für Paul auch einiges in die falsche Richtung entwickelt. Seine Mutter hatte wieder geheiratet und mit seinem neuen Stiefvater zwei Kinder bekommen. Samuel Stover, die neue ungeliebte Vaterfigur in Pauls Leben, erwiederte dessen Abneigung ebenso konsequent wie unbarmherzig. Er weigerte sich, Paul eine Ausbildung oder gar einen zweiten Schulplatz zu finanzieren und seine Mutter hatte nicht die Kraft, sich gegen ihren neuen Mann durchzusetzen. Einziger Lichtblick für ihn war Harry, mit dem er nach wie vor ein Paar war. Dessen älterer Bruder Kyle Wingate, der sein einiger Zeit die Offizierslaufbahn in der Kolonialflotte eingeschlagen hatte, vermittelte Paul Kontakte zum Kolonialen Marine Corps.
Für Paul war dies die Rettung, die er so dringend brauchte. Das Corps finanzierte seinen High School-Abschluß auf einer Militärschule und übernahm ihn dann in die eigene Ausbildung. Mit ausgezeichneten Schul- und Ausbildungsabschlüssen und einer Empfehlung durch Captain Kyle Wingate wurde Paul Dunbar schließlich in die Offizierslaufbahn des Marines Corps übernommen. Er verbrachte seinen Dienst auf mehreren Kolonien und Kriegsschiffen und war zuletzt stellvertretender Kompanieführer auf dem schweren Kreuzer Xantos.
Zum Zeitpunkt des Angriffs auf die Kolonien befand sich die Xantos im Endstadium ihrer routinemäßigen Generalüberholung in den Flottenwerften bei Picon. Ziel der letzten Arbeiten war es, eine Störung des von Dr. Baltar entwickelten Navigationsprogramms zu beheben, was jedoch bis zum Zeitpunkt des Angriffs der Zylonen nicht gelang und zur Deaktivierung desselben Computerprogrammes führte. Nachdem immer mehr Verlustmeldungen der Kolonialen Flotte eingegangen waren und dem Schiffskommandanten klar war, daß sein Schiff alleine nichts würde ausrichten können, befahl er einen Notsprung, um den schweren Kreuzer für spätere Aktionen zu erhalten. Dies war die letzte bestätigte Sichtung des Schiffes.

