Susan Winters

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Susan Winters arbeitete als persönliche Adjutantin Gabriel Wests, war Präsidentschaftskandidatin und engagiert sich nun für die Religion des wahren Gottes. Ihr eigentlicher Name, mit dem sie sich nie anfreunden konnte, lautet Susanna Winters.

Inhaltsverzeichnis

Hintergründe

  • Susan wird 28 Jahre vor dem Fall der Zwölf Kolonien auf Canceron geboren, wächst jedoch auf Libra auf, nachdem ihre Eltern kurz nach ihrer Geburt dort bessere Zukunftschancen für ihre Tochter sehen.
  • Susan Winters zwei Jahre vor dem Fall der Zwölf Kolonien auf einer Strand-Party.
    Susan Winters zwei Jahre vor dem Fall der Zwölf Kolonien auf einer Strand-Party.
    Dass Susan von Canceron stammt, fällt wegen des Umzugs nach Libra im Alter von zwei Jahren kaum auf. Die Libranische Gesellschaft hat Susan sehr stark geprägt und schon in ihrer Schulzeit findet sie an den typischen ausschweifenden Partys Gefallen. Ihre Eltern werfen ihr bis zu ihrem Schulabschluss oftmals vor, ihre Ausbildung zu vernachlässigen. Dennoch schafft Susan einen guten höheren Bildungsabschluss und erhält schließlich eine Arbeit in der Personalverwaltung eines größeren libranischen Unternehmens.

Der Fall der Zwölf Kolonien und danach

  • Während des Angriffs der Zylonen befindet sich Susan Winters auf der Kusari, mit der sie von einer Fortbildung nach Libra zurückkehren will, als die Nachricht des Angriffs eintrifft. Ziellos irrt ihr Schiff daraufhin durchs All, bemüht jeden Kontakt mit den Zylonen zu vermeiden und dem Sammelruf der Galactica zu folgen, bis der Zerstörer Cerberus eintrifft. Zusammen mit dem militärischen Schiff und seiner kleinen Flotte stößt die Kusari nach einigen Tagen schließlich zum Rest der Flotte um die Rycon.
  • Die Nachricht von der Zerstörung der Kolonien lässt Susan in ein tiefes Loch fallen und sie beginnt zu trinken, bis ihr Gabriel Alastair West begegnet, dem es gelingt, sie vom Alkohol loszubringen. Er bietet ihr eine neue Arbeit an und sie wird seine Adjutantin. Seither sorgt er im Gegenzug für ihren Lebensunterhalt und Susan beginnt ein neues Leben.

Die Präsidentschaftswahlen

Susan Winters während eines Wahlkampftermins auf der Kusari.
Susan Winters während eines Wahlkampftermins auf der Kusari.
Am 85. Tag nach dem Fall der Zwölf Kolonien erklärt Susan Winters ihre Kandidatur um das Amt des Präsidenten der Zwölf Kolonien von Kobol.

Nachdem sie als Folge aus der Sitzung des Zwölferrates am 90. Tag der Flucht das Vertrauensverhältnis zu ihrem Arbeitgeber und Kampagnenleiter Gabriel West zerstört sieht, kündigt Susan ihre Arbeit und erklärt am Morgen des 91. Tages ihren Rücktritt von ihrer Kandidatur zur Präsidentin.

Politische Motivation

  • Durch die Zeit mit Gabriel West und die Arbeit für ihn, gewinnt Susan breite Einblicke aus erster Hand in das Geschehen auf der Kusari und im Rest der Flotte. Die Situation der Überlebenden macht sie betroffen und sie geht von einer bloßen Hilfstätigkeit für Gabriel West bald zu beratender Arbeit über.
  • Nach Harry Wingates offizieller Erklärung zur Kandidatur um das Amt des Präsidenten, regt sich in Susan der Drang, ein in ihren Augen notwendiges Gegengewicht zu bilden. Gabriel West lässt sich nicht davon überzeugen, zu kandidieren, ist jedoch überzeugt davon, dass Susan für das Amt geeignet wäre. Mit der Unterstützung ihres Chefs erklärt sie am 85. Tag ihre Kandidatur um die Präsidentschaft.

Politische Programmatik

Sozialpolitik

Susans politische Agenda ist von weitreichenden sozialpolitischen Gedanken geprägt. Ihr oberstes Ziel ist die Schaffung eines regelmäßigen Versorgungsflusses für alle Menschen in der Flotte. Nahrung und Medikamente sollen für alle gleichermaßen zur Verfügung stehen. Jeder soll rechtlichen Anspruch auf qualifizierte und qualitativ hochwertige medizinische Versorgung erhalten. Der Wohnraumproblematik soll durch Zusammenlegung von mehreren Personen in bisher unterbesetzten Quartieren und die Umsiedelung von überbesetzten Schiffen auf Schiffe mit mehr Raum begegnet werden. Für die Kinder der Überlebenden sollen Vorschul- und andere Bildungsangebote geschaffen werden.

Wirtschaftspolitik

Zusammen mit der Sicherstellung sozialer Mindeststandards steht Susan Winters für einen kontrollierten Markt. Nach der Einrichtung einer Zentralbank soll das Wirtschaftssystem wiederbelebt werden und unter Rechtsaufsicht der Administration weitgehend liberal gestaltet werden um möglichst allen Menschen wieder in ein Beschäftigungsverhältnis zu verhelfen.

Sicherheitspolitik

Susan Winters setzt bei der Enttarnung der zylonischen Agenten völlig auf den Test, der von Dr. O'Connor entwickelt wurde. Die flottenweite Entnahme von Blutproben ist für sie daher unerlässlich. Um die innere Sicherheit generell gewährleisten zu können, unterstützt sie die Ausbildung ziviler Sicherheitskräfte durch das Militär und steht hinter der Einrichtung einer zivilen Sicherheitsbehörde.

Verhältnis zum Militär

Der militärischen Führung steht Susan Winters unvoreingenommen gegenüber. Für sie steht es außer Frage, dass die Flotte nur überleben kann, wenn die zivile Regierung und das Militär zusammenarbeiten. Für sie ist eine Unterordnung des Militärs unter die zivile Regierung nicht zwingend erforderlich, solange eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe funktioniert. In Einzelfällen ist Susan Winters durchaus gewillt, militärische Schritten zur (präventiven) Verteidigung der Flotte zuzustimmen.

Die Religion des wahren Gottes

  • Nach ihrem Rückzug aus der aktiven Politik und der Kündigung ihrer Arbeit für Gabriel West an Tag 91 kümmert sich Susan hauptsächlich um Molly, die für sie inzwischen zu einer Tochter geworden ist.
  • Wegen des schlagartigen Sinnverlusts nach ihrem Ausscheiden aus der Politik, sucht sie schließlich Dr. Tessa Bertram auf, dem Angebot der Frau folgend, sich mit ihr zu treffen. Susan lässt sich darauf ein, der Frau, deren Verlobter ein zylonischer Agent in Menschengestalt war, zu vertrauen und erfährt von ihr Grundlegendes über die Religion des wahren Gottes.
  • Susans Selbstverständnis und ihr Weltbild beginnen sich langsam zu wandeln und sie sieht die Schicksalsschläge der vergangenen drei Monate nunmehr als Chance für einen völligen Neuanfang, was sich nicht zuletzt auch auf ihr Selbstverständnis auswirkt.

Susans dritte Chance

  • Nachdem sie für sich mit der Politik abgeschlossen hat und am Abend des Wahltags eigentlich nur Spaß haben möchte, ist es für Susan ein umso größerer Schlag, als Harry Wingate vor laufenden Kameras kurz nach seiner Vereidigung zusammenbricht und damit das bestimmende Thema des Abends wird. Susan zieht sich wütend und frustriert in ihre alte Stammbar auf Deck 4 der Kusari zurück, wo ihr letztendlich klar wird, dass ihr Bruch mit Gabriel West und die Flucht aus ihrer Arbeit vielleicht ein Fehler war.
  • Über die Zeit entwickelt Susan jedoch ein neues Verständnis für sich und ihr Leben, nicht zuletzt in intensiven Gesprächen mit Dr. Tessa Bertram. Während Gabriel West seinen Einfluss benutzt, für Susan eine einflussreiche Position im Stab der Präsidentin zu ermöglichen, erkennt Susan, dass sie im Engagement für die Gruppe um Dr. Bertram erstmals wirklich Erfüllung findet.
  • Susan lehnt am 94. Tag das Angebot, Stabschefin der Präsidentin zu werden, ab. Sie durchschaut schnell, dass Gabriel West hinter dem Angebot stehen muss und beide söhnen sich schließlich aus.

Anmerkungen

  • Susan wächst auf dem Land auf und vermisst ihren Heimatort auf Libra.
  • Sie ist eine mäßige Tänzerin.
  • Sie nimmt die 10-jährige Molly Walker, die während des Angriffs ihre Eltern verloren hat, bei sich auf.
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